2010/11/03

nichts und buddha

völlig übermüdet komme ich grade von einem field trip ins nahegelegene nara, der alten alten hauptstadt (die alte ist kyoto). dort steht unter anderem ein riesiger buddhistischer tempel mit einer riesigen statue darin, errichtet zu der zeit, als der buddhismus in japan großen einfluss zu gewinnen begann, also irgendwo vor 1000, ich könnte die zahl raussuchen, aber - grad nicht. nur ein gedanke: einer der beiden figuren, die neben dem riesigen hauptbuddha saßen (und der war wirklich riesig, und vergoldet, wie auch die anderen statuen), wurde uns als der buddha des nichts vorgestellt. mein erster gedanke: ziemlich viel gold für nichts.
ja, wie malin auch im kommentar zu meinem letzten text schon überlegt hatte - das nichts hier ist ein ganz anderes nichts als das, was wir kennen. ich hab so das gefühl, hier geht es mehr um das nichts, das wie ein weißes blatt papier ist - das nichts, das nicht negation von sein ist, sondern grundlage, möglichkeit von sein. jokei versuchte es zeitlich zu erklären: alles existiert nur eine gewisse zeit lang, wenn man also alle zeit betrachtet, dann existiert alles und gleichzeitig existiert es auch nicht.
versteht ihr das?
gut, ich auch nicht. zumindest nicht ganz.
ist es da noch verwunderlich, dass die denker japans so auf heidegger abfahren?

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