warum hab ich so lange nichts von mir hören lassen? ein bisschen habe ich es ja schon im letzten eintrag erklärt. es ist viel viel los hier im moment. aber das ist noch nicht ganz alles - viel los ist immer, und die frage ist, wofür man sich zeit nimmt, würde meine mutter sagen. und ich nehme mir, scheint mir, immer mehr zeit für japan und weniger für den kontakt nach hause. und so verliert der blog ein wenig an der großen bedeutung, die er für mich anfangs hatte.
ich hätte es nicht gedacht, aber ich habe hier jetzt ein zuhause gefunden.
verdammt! denn im januar werd ich mich schon wieder auf die socken machen. dann werd ich ein paar praktika und ähnliches machen, durch japan gurken, einmal von kyushu im süden bis nach tokyo rauf, und noch weiter, um meine alte arbeisstelle zu besuchen. das heisst, ich werde meinen gesamten hausstand auf den rücken packen und damit herumtingeln. verdammt, das wird ganz schön schwer!
aber daran will ich grad gar nicht so sehr denken. denn seit einiger zeit bin ich hier so richtig angekommen, und es gibt so viele tolle leute hier im wohnheim, die kennenzulernen die zeit einfach nicht reicht!
und grade jetzt, im advent, der haupt-heimweh-zeit, in der mir die entfernung zu deutschland so verdammt weit vorkommt, grade jetzt schaue ich mein zimmer an und fühle mich auf einmal sehr zuhause. mein vater hat (mit unterstützung) einen adventskalender für mich gebastelt, dessen wunderschöne blaue päckchen an ihrer goldenen schnur die wand über meinem bett verzieren, und dazu kommen seit heute scherenschnitt-sterne, die ich grade mit zwei freundinnen (eine japanerin und eine thailänderin) hier gebastelt habe. dazu die ganzen postkarten, die ich aus deutschland bekommen habe - jetzt sieht es richtig schön aus. morgen werde ich mit meinen kommilitonen, den deutschen jungs, plätzchen backen. mal schauen, ob nicht auch der eine oder die andere aus dem wohnhei vorbeischauen werden - wenn etwas gut riecht, sind meistens bald leute da.
es ist natürlich nicht alles eitel sonnenschein (sogar ziemlich wenig davon, es wird zwischen vier und fünf dunkel....) - wie so oft bin ich wieder am rumkränkeln, das programm war wahnsinnig anstrengend, die jungs gehen mir manchmal auf den keks, und in den letzten tagen wollte ich mich mal wieder einfach nur in mein bett kuscheln. aber sobald ich zu viel ruhe hab, fang ich dann doch an, mein 'richtiges' zuhause zu vermissen, also geht das nicht lange gut. dazu die aufregung bei der planung meiner langen reise durch japan ab januar...
tja. bis zum 10. dezember geht der akademische teil des programms nur noch. dann ist es schon vorbei. unglaublich. (dabei kam es mir währendessen manchmal sooo langwierig vor!) dann geht es auf den letzten offiziellen field trip nach tokyo, wo wir eine woche verbringen werden, und dann, rechtzeitig zur weihnachtsparty des wohnheims, werde ich wieder hier sein. bis zum 10. januar hab ich dann frei. und von 10. februar bis 18. märz werde ich dann in verschiedensten orten und stationen in japan sein. oh weia... das ist schon ein aufregender gedanke. immerhin werde ich selten allein sein, sondern oft freunde besuchen oder in institutionen vorbeischauen.
tja - jetzt schaue ich erstmal, wie ich die adventszeit gut überstehe. dann sehen wir weiter.
ich hoffe, ich kann vor dem tokyo-trip noch ein paar berichte nachholen - genug zu erzählen gibts ja!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen